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SpiegelKritik

Notizen zum deutschen Journalismus
letzte Aktualisierung: Feb 20 2018 03:01
  • SPIEGEL vertuscht Mord an Steingart als Sturz
    Pressemitteilungen abzutippen ist kein Journalismus. Pressemitteilungen bei einer Tasse Kaffee weiterzuspinnen auch nicht. Geeignete Pressemitteilungen aus dem großen Angebot der PR auszuwählen, das könnte schon etwas mit Journalismus zu tun haben: wenn das Wichtige aus der Masse des Unwichtigen gefischt wird, wenn Fakten gegenüber Spekulationen und Forderungen bevorzugt werden, wenn durch Publikation eines Fertigtextes die...
  • Schnibbens Banalisierungsfabrik
    Ob Cordt Schnibben wirklich geeignet ist, die besten journalistischen Produkte in Gestalt von Reportagen auszuzeichnen? Auch wenn Können und Können-entdecken nicht zusammenfallen müssen – angesichts solcher Kommentare bin ich unsicher: Headline-Vorschlag für morgen: „Frauen dürfen über deutsche Regierung abstimmen“. Und übermorgen: „Schwule dürfen über deutsche Regierung abstimmen“ @BILD pic.twitter.com/EUlBi7qOQk — Cordt Schnibben (@schnibben) 7. Februar...
  • Böse BILD bleibt böse BILD
    Die „Lügenpresse“ ist ja angeblich der Journalismus, der ideologisch orientiert Fakten auswählt, die berichtet werden, und ebenso ideologisch eben verschweigt, was „ihm“ nicht in den Kram passt. Soweit, so bekannt – und tausendfach verlacht. Doch wie sieht es aus, wenn nicht die Lügenpresse-Zensoren am Werk sind, sondern die ganze freie, offene, diskussionsfreudige Internet-Community? Lässt sich...
  • Zum Tod von Thomas Leif
    Mit über zwei Wochen Verspätung wurde heute vermeldet (dann aber sehr schnell auf allen Kanälen), dass bereits am 30. Dezember 2017 Thomas Leif gestorben ist, Chefreporter des Südwestrundfunks (SWR) und prägender Vorsitzender des Journalisten-Clubs „Netzwerk Recherche“. Bekannt gemacht hatte den Tod ausgerechnet* das NDR-Medienmagazin „ZAPP“, die journalistische Würdigung in der folgenden Sendung am 17. Januar...
  • ARD entdeckt ihre Blase (Lesebeute)
    Ich glaube, dass wir Journalisten zu sehr bestimmte Milieus abdecken und verkörpern. Natürlich stammt die Mehrheit der Berichterstatter eher aus urbanen Milieus, ist akademisch geprägt. Die Probleme vieler Menschen finden in den unmittelbaren Tageserlebnissen von Journalisten nicht in dem Maße statt, wie es für die Bevölkerung repräsentativ wäre. Also dieses genauere Hinschauen – wie geht...
  • Posthume Patientenaufklärung
    Nett, dass SpOn die blinde Zustimmung zum praktizierten Datenhandling erwartet, bevor man die Aufklärung dazu lesen darf.
  • FAZ: Wirtschaftsthema fett versemmelt
    Fettsäcke sind ein beliebter Tittenersatz in den Medien. Während Journalisten damit nur ihre Brötchen verdienen wollen, verfolgen die wahren Agenda-Setter natürlich ein anderes Ziel: die Unterdrückung ihrer aus den Fugen geratenen Leibeigenen. So jedenfalls die erste Arbeitshypothes des ältesten Fachblogs für Medienkritik. Gratis enthalten: Top-Tipp, wie Sie täglich 38.000 Kalorien für den Preis eines angefressenen Double-Whopper ergattern können.
  • Nichtwählerbashing als Ergebnis von Rechercheverweigerung
    Bestes Nichtwählerbashing: Frankfurter Neue presse erklärt einen ganzen Stadtteil für faul und alle für dumm, die nicht so wählen, wie die Redaktion es für richtig hält.
  • Entsorgte Objektivität
    Schon wieder eine AfD-Skandal-Inszenierung. Schon wieder die deutschen Leitmedien im Gleichschritt. Schon wieder Empörung statt Journalismus. Dabei hatte es doch kleine Hoffnungszeichen gegeben, zumindest in einzelnen Redaktionen wolle man zurückkommen zur Recherche, wolle einen Informationsauftrag erfüllen, Geschehnisse sinnvoll einordnen (und nicht wie Twitter bringen, was gerade auf Zustimmung stößt). Die Causa: Alexander Gauland soll bei...
  • Ach nun, Meedia halt
    Über Inhalte bei Meedia, dem Internet-Nacherzähldienst, brauchen wir nicht mehr zu diskutieren, das haben genügend Kritiker versucht, egal. Aber Versuche, sich selbst zu Lasten anderer Aktualität zu bescheinigen, sollte das auf Dialog stets verzichtende Medium (s.u.) unterlassen. Es sind nur drei Buchstaben, die eine Nachricht in den falschen Zeitkontext stellen: „nun“. Der Nordbayerische Kurier druckt...
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