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SpiegelKritik

Notizen zum deutschen Journalismus
letzte Aktualisierung: Oct 21 2017 19:05
  • Posthume Patientenaufklärung
    Nett, dass SpOn die blinde Zustimmung zum praktizierten Datenhandling erwartet, bevor man die Aufklärung dazu lesen darf.
  • FAZ: Wirtschaftsthema fett versemmelt
    Fettsäcke sind ein beliebter Tittenersatz in den Medien. Während Journalisten damit nur ihre Brötchen verdienen wollen, verfolgen die wahren Agenda-Setter natürlich ein anderes Ziel: die Unterdrückung ihrer aus den Fugen geratenen Leibeigenen. So jedenfalls die erste Arbeitshypothes des ältesten Fachblogs für Medienkritik. Gratis enthalten: Top-Tipp, wie Sie täglich 38.000 Kalorien für den Preis eines angefressenen Double-Whopper ergattern können.
  • Nichtwählerbashing als Ergebnis von Rechercheverweigerung
    Bestes Nichtwählerbashing: Frankfurter Neue presse erklärt einen ganzen Stadtteil für faul und alle für dumm, die nicht so wählen, wie die Redaktion es für richtig hält.
  • Entsorgte Objektivität
    Schon wieder eine AfD-Skandal-Inszenierung. Schon wieder die deutschen Leitmedien im Gleichschritt. Schon wieder Empörung statt Journalismus. Dabei hatte es doch kleine Hoffnungszeichen gegeben, zumindest in einzelnen Redaktionen wolle man zurückkommen zur Recherche, wolle einen Informationsauftrag erfüllen, Geschehnisse sinnvoll einordnen (und nicht wie Twitter bringen, was gerade auf Zustimmung stößt). Die Causa: Alexander Gauland soll bei...
  • Ach nun, Meedia halt
    Über Inhalte bei Meedia, dem Internet-Nacherzähldienst, brauchen wir nicht mehr zu diskutieren, das haben genügend Kritiker versucht, egal. Aber Versuche, sich selbst zu Lasten anderer Aktualität zu bescheinigen, sollte das auf Dialog stets verzichtende Medium (s.u.) unterlassen. Es sind nur drei Buchstaben, die eine Nachricht in den falschen Zeitkontext stellen: „nun“. Der Nordbayerische Kurier druckt...
  • Faktencheck für die Tagesschau (Korinthe 84)
    Es ist ein ausgewogener, informativer Hintergrundartikel zur Sonntagsarbeit, den tagesschau.de (doch sehr presseähnlich) publiziert hat. Nur über den Fehler am Ende sind wir gestolpert, und weil auch nach 17 Stunden trotz Hinweis noch keine Korrektur erfolgt ist, sei es hier angemerkt: Es sind (natürlich) nur 13 Prozent der Erwerbstätigen, die sonntags arbeiten, nicht „der Menschen“...
  • Bundesamt für Witzzulassungen
    Von Rassismus kann man gut leben. Also von Rassismusvorwürfen. Denn nur mit ihnen kann man sich selbst als Antirassist abgrenzen. Psychologen haben für dieses Abgrenzen allerhand Erklärungen parat, aber es ist vor allem simple Ethologie: der Mensch als Familientier braucht ein paar Artgenossen um sich herum, mit denen er sich gegen den Rest der Welt...
  • Fragen stellen und Antworten verstehen
    Von der diesjährigen „Jahreskonferenz“ des Vereins „Netzwerk Recherche“ nur Eindrücke von zwei Veranstaltungen zu sehr grundlegenden Problemen im Journalismus. 1. Fakten statt Fiktionen – das bleibt eine Herausforderung Mit dem richtigen Zuhören haben selbst gestandene Journalisten wie Hans Leyendecker ein Problem. Und das kann einen wahnsinnig machen, weil richtiges Zuhören (und Verstehen) die Voraussetzung für...
  • „Bild des Tages“ im Kopf des Fachmanns
    Es war eine der schrecklichsten Aufgaben während des Volontariats: BUs zu Schmuckis texten. Einen vorgegebenen Raum unter irgendeinem mehr oder weniger hübschen Foto (meist von Abonnenten der Zeitung) mit Buchstaben zu füllen. Da sitzt man dann vor diesem Foto (damals noch Papier, jaja) und sinniert. Zunächst sieht man nur, was jeder Zeitungsleser am nächsten Tag...
  • Ausländerkriminalität: Fragen wird man wohl noch müssen
    Dass sich in den Sozialen Medien Leute reflexartig mit Juhu und Bäh profilieren wollen, mit Begeisterung und Verachtung, mit dem lukeschnell aus der Hüfte geschossenen Totalverriss tagelanger journalistischer Arbeit, gehört zur digitalen Ökologie – und die ist wertfrei. Es ist, wie es ist – der Journalismus muss sich des Phänomens nicht groß annehmen. Wenn aber...
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