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SpiegelKritik

Notizen zum deutschen Journalismus
letzte Aktualisierung: Jan 17 2019 03:47
  • Satire ist kein Fake
    Es war ja klar, dass seit dem 19. Dezember 2018 alles mögliche “Fake” und “Relotius”  ist. Dass der Skandal zu diversen Grundsatzdiskussionen führt, ist ein schöner Nebeneffekt. Was dabei aber alles durcheinander gerät, ist unschön. So haben diverse Professoren die Gelegenheit genutzt, ihr Credo zu beten, es gebe keine Objektivität im Journalismus, keine Wahrheit, keine...
  • Dauerbrenner Silvesterfeuerwerk und kein Ende in Sicht
    Es klingt so gut: privates Silvesterfeuerwerk verbieten. Weniger Verletzte, weniger Müll, weniger Feinstaub, und natürlich Brot statt Böller. Nur: Ein solches Verbote wäre völlig undemokratisch, auch wenn es die Mehrheit fordern sollte. Und die Medien klären nichts, sondern rühren den Brei jedes Jahr neu an.
  • Korinthe (87): Eingebung statt Einblick
    Roland Tichy warnt vor Narrativen - und nutzt selbst eifrig welche. Ihr Kennzeichen: Man muss die Botschaft glauben, mit Fakten werden sie nicht belegt. Tichy glaubt zum Beispiel nicht an das "Bienensterben", weil die Zahl der Bienenvölker doch sogar wächst. Spiegelkritik versucht dem bekannten Journalisten ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
  • Nenne mir deine Quelle
    Der “Fall Relotius” führt, wie es erwartbar war,  zu öffentlichen Grundlagendiskussionen. Das ist schön. Ein Problem, über das Spiegelkritik schon oft geschrieben hat, wird bei diesen Gesprächen selbst deutlich: die mangelnde Fähigkeit oder Bereitschaft von Journalisten, Fakten und Fiktionen zu trennen. Das Problem ist normalerweise nicht die falsche Hausnummer in einem Artikel, und es ist...
  • Claas Relotius – Linksammlung zu einem Medienskandal
    Der SPIEGEL und zig andere Medien haben unwahre Geschichten des Reporters Claas Relotius veröffentlicht. Gerade für den SPIEGEL mit seiner berühmten “Dokumentationsabteilung”, die angeblich penibel jedes Detail in einem Beitrag vor Veröffentlichung prüft, ist das extrem peinlich. Redakteur Claas Relotius hat zugegeben, in seinen Reportagen  kleine und große Dinge schlicht erfunden zu haben. Weil der...
  • Meinung muss auf Recherche gründen
    Journalismus muss nicht neutral sein. Journalistinnen und Journalisten haben die Aufgabe, über Ereignisse, Entwicklungen und Zustände fair, sachgerecht und mit der nötigen Distanz zu berichten, aber das Berichtete auch zu interpretieren und zu kommentieren. Genau dazu wurden drei Typen von Darstellungsformen erfunden […] Roger Blum, Ombudsmann des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Schweiz (SRF) und früher...
  • Sorgenkind Fairness
    Warum sich Redaktionen so schwer tun, Gegendarstellungen zu veröffentlichen, weiß der Kuckuck (dass es die Redaktionen selbst wissen ist zu bezweifeln, jedenfalls gab es da noch keine Erkenntnis bringende Erklärung). Noch unverständlicher ist allerdings, weshalb sie auch mit gerichtlich erstrittenen Gegendarstellungen so hadern. Bereits vor neun Jahren haben wir den Spiegel gefragt, warum im Online-Archiv...
  • Ein Brief vom Onkel aus Amerika
    Ungebetene Ratschläge werden meist als unhöflich empfunden und reflexartig zurückgewiesen – was nur selten schade ist. Denn jeder gute Ratschlag verlangt zu verstehen, was der Beratene eigentlich will, auch und gerade, wenn man ihn auf ein anderes Pferd setzen möchte. Dies ist einer der Gründe, weshalb Wissenschaftler es gerne bei der Forschung belassen, allenfalls Hinweise...
  • Rentner ausgebüxt – Medien amüsieren sich
    Gegen 03.00 Uhr kümmerte sich eine Streife um zwei betagtere Herren, die an dem Metal-Festival offenbar Gefallen gefunden und sich aus einem Dithmarscher Altenheim auf den Weg gen Wacken gemacht hatten. Natürlich vermisste man sie in ihrem Zuhause und organisierte rasch einen Rücktransport, nachdem die Polizei die Senioren aufgegriffen hatte. Die Männer machten sich allerdings...
  • Medienereignis Özil – Le fait est moi
    Das Sommerloch wird mal wieder mit Fußball gefüllt. Allerdings nicht dem Spiel an sich, sondern dem Drumrum, Stichwort: Mesut Özils Rückzug aus der Fußballnationalmannschaft, begründet u.a. mit Rassismuserfahrungen. Zu einem solchen Thema kann jeder etwas sagen, ohne große Mühe. Der Journalismus sollte, wenn er sich dessen annimmt und nicht davon ausgeht, dass auch ohne ihn...
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